Rückblick

Alles wird gut – immer noch? Ein Konferenz-Rückblick

Abschlussabend (c) EAH

Die 119. Allianzkonferenz ist Geschichte. Eine gute Geschichte, wie ich finde. Natürlich war nicht alles gut. Es gab auch Probleme, zum Beispiel bei … - aber nein, die Probleme waren nicht so groß, dass man sie hier erwähnen müsste. Viel wichtiger war und bleibt: Es wurde Gottes Wort verkündigt. Menschen mit und ohne Beziehung zu Gott haben es gehört und reagiert. Menschen haben zueinander gefunden und frohe und gesegnete Gemeinschaft erlebt. Und Menschen haben nach fünf bis fünfzehn Tagen Bad Blankenburg verlassen und die Erlebnisse und die Botschaft mitgenommen: Alles wird gut.

 

Natürlich wissen alle: hier, in unserer Welt, wird nicht alles gut. – Aber vieles wird besser, wenn Menschen dem Wort Gottes folgen und sich von der Liebe Gottes durchdringen lassen. Wer Versöhnung mit Gott erlebt hat, kann Versöhnung mit Menschen leben. Wer versöhnt lebt, verändert die Welt. Das ist eine der Botschaften dieser Allianzkonferenz – ich bin gespannt, was wir noch davon hören werden!

 

Neben den 16 Bibelarbeiten von sechzehn beeindruckenden und begeisternden Christinnen und Christen zu Texten aus dem 1. Buch Mose, die die Konferenzgemeinde auf unterschiedliche Weise bewegten, waren es zahlreiche Seminar- und Brennpunkt-Veranstaltungen und die internationalen Gäste, die die Aufmerksamkeit auf sich zogen. Ich vermag nicht zu sagen, was spannender war: Der beeindruckende Bericht von Dr. Kamphone aus Laos, die missionarische Vision von Loren Cunningham aus Hawaii oder die vertraulichen Gespräche zwischen Christen aus Russland und aus der Ukraine. Immer wieder bewegt mich auch die Begegnung mit Christen aus anderen ehemaligen Sowjetrepubliken. Diesmal waren Kasachstan, Kirgisien, Tadschikistan und Aserbaidschan vertreten, einem Bruder aus Usbekistan war es leider nicht möglich zu kommen. Insgesamt waren Gäste aus 15 Nationen in Bad Blankenburg versammelt!

 

Die Vielfalt von Brennpunkten und Seminaren wurde mehrfach gelobt – aber auch getadelt, denn es fiel schwer, sich zu entscheiden…. Natürlich zog Volker Kauder MdB viele Gäste an. Thematisch passten besonders die Beiträge von Prof. Dr. Ulrich Giesekus, der das „Familienthema“ Josef in alltäglich-aktuelle Situationen übersetzte. Aber auch viele andere Seminarthemen und Referenten wären zu nennen.

 

Musikalisch begeisterten Manfred Siebald und Johnson Grass, sowie weitere Künstler, die in der Stadthalle und – ganz neu – neben ihr auf der Kulturbühne, am Rande der Schwarza, ihre Kunst zeigten. Ein Gebetskonzert führte am Samstagabend in die Stille und hinein in den Sonntag. Wieder dabei waren Eva-Maria Admiral und Eric Wehrlin, die mit ihrem Theaterstück „Adam und Eva“ das Thema beleuchteten. Arno Backhaus präsentierte in der Stadthalle Texte mit Witz und Tiefgang und Janina Hüttenrauch ihren neuesten Film: „Jeder Tag zählt“ und dessen Hauptdarsteller, den Gospelmusiker Chris Lass, gleich dazu.

 

So klang immer wieder auf verschiedenste Art und Weise die Botschaft durch: Alles wird gut – um Gottes Willen, weil er es will, weil er am Wirken ist. Gottes Wirken vor 25 Jahren und bis heute stand im Mittelpunkt einer besonderen Veranstaltung auf dem Bad Blankenburger Marktplatz. Manfred Kern, der 1989 als Generalsekretär Verantwortung für die Allianzarbeit in der DDR trug und Harald Bretschneider, der damals u.a. mit dem Abzeichen „Schwerter zu Pflugscharen“ als sächsischer Landesjugendpfarrer über Sachsen hinaus wirksam wurde, erinnerten an die letzten Monate in der DDR. Mareike Ivens, Leiterin der Jungen Gemeinde in Bad Blankenburg, sprach als Vertreterin einer neuen Generation und durch sie und Tobias Renker aus Franken („Gemeinsam Beten & Bewegen“) kam das Wirken Gottes heute zur Sprache. Deshalb wird alles gut – vieles schon heute, alles in Gottes Zukunft mit uns. Gern nutze ich die Gelegenheit und sage zuerst Gott, aber auch allen Menschen, die auf vielerlei Weise mitgeholfen haben, dass die 119. Allianzkonferenz gut wurde – ganz ganz herzlichen Dank!

 

Ihr Thomas Günzel