Anna von Weling

Eine weltgewandte Rheinländerin, Anna von Weling, begründete unser Haus in Bad Blankenburg / Thüringer Wald. Es stand als „Erholungsheim“ vielen Besuchern offen. Daneben wurde schon 1886 zum ersten Mal zu einer Konferenz eingeladen, die Christen aus verschiedenen Kirchen, Freikirchen und Gemeinschaften zusammenführte. Ihr Ziel war das Miteinander von Christen (= „Allianz“), die gemeinsam die Bibel lesen, beten, zum Glauben einladen und gesellschaftlich aktuell und relevant aktiv sind. 28 Personen kamen. Heute sind es etwa 2.500 Menschen, die sich jährlich Ende Juli/Anfang August zur „Blankenburger Allianzkonferenz“ treffen.

Präsentation: Anna von Weling und die Anfänge der Bad Blankenburger Allianzkonferenz

(c) Werner Beyer; Layout b:dreizehn GmbH

Präsentation von Werner Beyer, Bad Blankenburg
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Pionierin der Evangelischen Allianz

Anna v. Weling mit Waisenkind
Anna von Weling lebte von 1837 bis 1900. Ihr Wirken damals hat noch heute Auswirkungen auf Menschen in der Gegenwart. Denn alle Jahre wieder zieht es Christen aus unterschiedlichen Kirchen und Gemeinschaften im Sommer nach Bad Blankenburg zur Allianzkonferenz. Trotz der unterschiedlichen Herkunft suchen sie das Gemeinsame, suchen sie die Einheit. Und darum ging es auch Anna von Weling, als sie im vorigen Jahrhundert das Allianzhaus gründete. Doch beginnen wir am Anfang ihres Lebens. 

Anna Thekla von Weling wurde am 20. März 1837 in Neuwied am Rhein geboren. Ihre Mutter Sara, die aus Schottland stammte, lebte als Hofdame und Erzieherin am fürstlichen Hofe Wied. Annas Vater, Ferdinand Joseph, starb bereits als sie vier Jahre alt war.  

Das Leben am Hof in Neuwied und später in Hannover prägte ihre Jugend und war nicht angetan, eine tragfähige Glaubensgrundlage wachsen zu lassen. Doch verdankt sie ihrem Umgang mit einem geistig regen Bekanntenkreis ihre gründliche Ausbildung und umfassende Sprachkenntnisse. Schon als Kind fing Anna von Weling an, Gedichte zu schreiben. Die ersten Verse in ihrem handgeschriebenen Gedichtbuch von 1850 widmete sie dem Weihnachtsfest. Auch Mutters Geburtstag wurde poetisch von der 14-jährigen gewürdigt.  

Von den ersten Anfängen an mischte sie unter die poetischen Versuche auch Gedichte in englischer Sprache. Anna beherrschte einige Sprachen perfekt. Neben englisch und deutsch sprach sie französisch und italienisch, auch etwas schwedisch. Das Neue Testament konnte sie im griechischen Urtext lesen. 

Nach einer enttäuschten Liebe zu einem jungen Mann wandte sie sich immer mehr von dem Treiben am Hofe ab und suchte Trost und Halt bei Gott. In dieser Zeit reiste sie mehrfach zu ihren Verwandten nach Monrose in Schottland. Dort erlebte sie unter der Verkündigung des Evangelisten Reginald Redcliffe ihre innere Lebenswende. Anna von Weling erkannte sich als verlorenen Menschen und fand zum lebendigen Glauben an Jesus Christus. Sie wollte von nun an ihre Leben dem Dienst ihres Erlösers zur Verfügung stellen.  

Nachdem sie 1860 mit ihrer Mutter nach Bonn übergesiedelt war, musste sie mit zum Lebensunterhalt beitragen. Sie hatte zwei Pflegekinder übernommen, für die sie sorgen wollte. Vor allem mit literarischer Bildung wollte sie die Kinder erziehen. Daneben schrieb Anna von Weling christliche Romane und Erzählungen, die zunächst in einem Wochenblatt erschienen, später kamen sie in Buchform heraus. In einem Buch unter dem Titel „Die Studiengenossen“ nahm sie zu den theologischen Spannungen ihrer Zeit Stellung. Das Buch wurde als eine scharfe Kritik des theologischen Studienbetriebs in Bonn aufgefasst und löste einen Sturm der Entrüstung aus. Der war so heftig, dass sie später von Bonn wegziehen musste. In ihrer Bonner Zeit hatte sie gute Beziehungen zu Professor Theodor Christlieb, der sich intensiv für Mission, Evangelisation und praktizierten Glauben einsetzte.  

Als im August 1870 der Krieg zwischen Deutschland und Frankreich entbrannte, sah Anna von Weling sofort eine Aufgabe darin, Verwundete in den Lazaretten am Rhein zu versorgen. Sie konnte Erfahrungen in der Krankenpflege nachweisen, so dass ihr ein Lazarett in einer Bonner Kaserne anvertraut wurde. Gemeinsam mit ihren beiden Pflegekindern Heinrich und Fritz Zeisig arbeitete sie unermüdlich für die Kranken. Noch Jahre später bezeugten ehemalige Patienten ihre Dankbarkeit mit Weihnachtsgeschenken.  

Ein Beispiel sei hier angefügt: Einem jungen Mann aus dem thüringischen Branderoda mit Namen Eduard Burkhardt sollte wegen eines durchschossenen Gelenkes der Arm abgenommen werden. Anna von Weling widersetzte sich energisch dem ärztlichen Beschluß. Sie übernahm die Verantwortung für den Patienten und brachte ihn durch ihre Pflege bald außer Lebensgefahr. Der Arm blieb dem jungen Mann erhalten. Anna von Weling nahm sich weiter des Patienten an. Sie schickte ihn auf ihre Kosten auf eine Ackerbauschule und danach auf eine landwirtschaftliche Hochschule. Später besuchte sie den ehemaligen Patienten Eduard Burkhardt in Branderoda und blieb dort wohnen. Hier eröffnete sie dann eine Kleinkinderschule in einem Haus, das sie auch als sogenanntes Vereinshaus für Bibelstunden und Sonntagsschule nutzte.  

Ihr missionarischer Einsatz führte zum Konflikt mit dem Amtsverständnis des Ortspfarrers. Darauf siedelte sie um nach Weißenfels, nur wenige Kilometer von Branderoda entfernt. Dort erfuhr sie, dass in dem Kurstädtchen Bad Blankenburg ein Haus zum Verkauf steht. Es gehörte Dr. Hermann Hartlaub, einem Landsmann aus Neuwied, der sich vor Jahren als homöopathischer Arzt in Bad Blankenburg niedergelassen hatte. Dr. Hartlaub knüpfte eine Bedingung an den Kauf des Hauses: Es sollte fortan dem Reich Gottes dienen. So steht es in der Chronik geschrieben. Das traf sich für Anna von Weling gut, suchte sie doch genau aus diesem Grund ein Heim. So war der Kauf der Villa Greifenstein für 12.000,00 DM schnell vollzogen. In den Tagen, als Anna von Weling in ihr neues Heim einzog, ist Dr. Hartlaub verstorben. 

Ihre Zeit in Bad Blankenburg begann am 14. März 1886. Dort zog sie in die Villa Greifenstein, die sie nun „Christliches Vereinshaus“ nannte. Ihr schriftstellerischer Ruf war ihr bereits vorausgeeilt. So wurde sie mit Ehren vom fürstlichen Hof in Schwarzburg-Rudolstadt und vom Superintendenten empfangen. Anna von Weling war durch den Puritanismus, den ihre Mutter aus Schottland mitbrachte, geprägt. In Neuwied hatte sie die geistliche Atmosphäre einer Brüdergemeinde kennengelernt und in Bonn erlebte sie mit, wie 1880 der westdeutsche Zweig der Evangelischen Allianz gegründet wurde.  

In Italien und in England hatte sie ebenfalls geistliche Impulse erhalten. Auf der Keswick-Konferenz in England gab es ein Motto, das fortan auch ihr Leben bestimmen sollte. Dieses Motto lautete: „Alle sind eins in Christus“. Hier in Bad Blankenburg wollte sie nun selbst etwas für die Evangelische Allianz tun. Sie weihte ihr Haus Gott zu dem Zweck, Zitat, „den Namen Jesu zu verherrlichen durch Aufnahme elternloser Kinder und durch die Verkündigung des Evangeliums an die Verlorenen“.  

Aber auch Menschen, die in einem christlichen Heim Erholung suchten, sollten bei ihr Raum finden. Anna von Weling gründete eine Sonntagsschule, zu der bald 350 Kinder zusammenströmten. Deren Eltern sammelte sie zu Mütterabenden und Bibelstunden. Im Jahr ihres Einzugs in die Villa Greifenstein lud sie zu einer ersten Allianzkonferenz im Juni 1886 ein. Und dieses Vorhaben wurde ein Fehlschlag. Niemand kam zu dem geplanten Termin. Doch Anna von Weling gab nicht auf. Bestärkt durch gleichgesinnte Freunde, wie den Russlandmissionar Dr. Friedrich Wilhelm Bädeker sprach sie für den Spätsommer erneut eine Einladung aus.  

So kam die erste Konferenz doch noch zustande. Vom 13. – 15. September 1886 waren 28 Teilnehmer in Bad Blankenburg versammelt, Lutheraner, Baptisten, Methodisten. Aus vielen Denominationen waren sie gekommen. Sie alle sprachen in den drei Tagen über die Bedeutung des christlichen Lebens. Neben Vorträgen gab es auch den Austausch über die einzelnen Gemeindegrenzen hinweg. Dies blieb nicht ohne Wirkung. Ein Evangelist aus England, Dr. Ziemann, fühlte sich nach der Konferenz besonders mit dem Prediger Ernst Gebhardt verbunden. Den hatte er vorher als methodistischen Garibaldi gefürchtet. Garibaldi war ein italienischer Freiheitskämpfer im vorigen Jahrhundert, der auf niemanden Rücksicht nahm. 

Nun, die erste Allianzkonferenz mit 28 Teilnehmern sollte nicht die letzte sein. Fortan lud Anna von Weling, unterstützt von einem Kuratorium, jährlich zu dem Treffen ein. Das Motto der Keswick-Konferenzen in England wurde zum Motto aller künftigen Allianzkonferenzen in Bad Blankenburg: „Alle sind eins in Christus“. 

Doch auch zwischen den Konferenzen war Anna von Weling nicht untätig. Als vordringlichste Aufgabe des Bad Blankenburger Allianzhauses nannte sie die unentgeltliche Aufnahme verwaister und verlassener Kinder und deren Ausbildung für den Missionsdienst, wenn sie der Herr dazu beruft. Schon im ersten Jahr nahm sie drei Kinder auf. 1890 waren es bereits acht. Bis zu 13 Mädchen und Jungen versorgte sie aus eigener Tasche. Für diese Kinder ließ sie ein Heim bauen, in das sie 1893 mit ihnen feierlich einzog.  

Ihr schwebte eine Art Heimschule vor. Gemäß dem englischen Vorbild wollte sie ihre Kinder nach eigener Sicht in Wissen und Glauben unterrichten. Es war ein sehr enges Erziehungskonzept. Betont hielt sie die Kinder von der Schule am Ort und von der kirchlichen Unterweisung durch den evangelischen Pfarrer von Bad Blankenburg fern. Sie mühte sich um eigene Lehrer und Erzieher. Obwohl sie durch ihre Mitarbeiter auf die Fragwürdigkeit solcher Methoden hingewiesen wurde, verwirklichte sie ihre eigene Konzeption, ohne sich beirren zu lassen. Dadurch gab es viel Verdruss mit den kirchlichen Behörden am Ort, die damals auch die Schulaufsicht innehatten. In weitläufigen Verhandlungen und widrigen Auseinandersetzungen erreichte sie schließlich die Anerkennung ihre Schulbetriebes, als sie einen examinierten Rektor einstellen konnte. Der Unterricht fand die ungeteilte Anerkennung durch das Rudolfstädter Ministerium. Aber das Pfarramt stand dem immer kritisch gegenüber. Ob die Isolierung immer für die Kinder gut war, ist zu bezweifeln. Anna von Weling konnte weder mit eigenem Unterricht, noch durch englische Haartrachten und Manieren, schon gar nicht durch starkes Drängen auf frühzeitige Bekehrung die Kinder zu Missionaren machen. Am liebsten hätte sie es gesehen, wenn alle Kinder Missionare oder Evangelisten geworden wären. Aber dieses Erziehungsziel blieb ein Traum, und manches Kind litt unter den ehrgeizigen Plänen ihrer Pflegemutter.

Anna von Weling versuchte es mit dem Einüben in den Beruf des Missionars und das war so: Die acht größten Kinder zwischen 8 und 14 Jahren schickte sie je zwei und zwei in die nächstliegenden Dörfer, um die Zeitschrift „Der Thüringer Evangelist“ zu verteilen. Die Kinder, so ein Bericht von Anna von Weling, fanden überall herzlichste Aufnahme. Was ist aus den Pflegekindern geworden? Nun, nach dem Tode Anna von Welings wurden sie ja an andere Pflegeeltern abgegeben. Von den meisten verlor sich die Spur. Ein Mädchen wurde Kindergärtnerin, ein Junge ging als Bahnbeamter nach China. Albert, ein Findelkind hatte ... die Bibelschule besucht. Vielleicht war er der einzige, an dem sich der Traum der Pflegemutter erfüllte. Das private Kinderheim wurde von den nachfolgenden Leitern des Allianzhauses nicht wieder in Angriff genommen.  

Anna von Weling hatte sich noch einem anderen Arbeitszweig verschrieben, der Volksmission im Thüringer Wald. Nach der vierten Konferenz wurde Prediger Gustav Kaiser ab Januar 1890 in den evangelistischen Dienst des Allianzhauses berufen. Mit Pferd und Wagen zog er durch den Thüringer Wald und später auch andere Mitarbeiter, um in öffentlichen Sälen christliche Versammlungen durchzuführen. Es bildeten sich Kreise von Menschen, die das Evangelium erfassten und sich treu um Bibel und Gebet versammelten.  

Eine besondere Aufgabe sah Anna von Weling, als in Thüringen die Eisenbahnstrecke von Arnstadt nach Saalfeld gebaut wurde. Viele der Bauarbeiter an der Strecke stammten aus Italien, Polen oder Böhmen. Anna von Weling und Prediger Kaiser besuchten die Bauarbeiter in ihren Quartieren auf. Aus England und Italien wurden Bibeln und Schriften für die Arbeiter in deren Sprache besorgt. Sie hörten gerne zu, wenn in ihrer Muttersprache christliche Versammlungen stattfanden. Sie kamen auch zu Feierstunden ins Allianzhaus oder wo immer Anna von Weling im Thüringer Wald eine Versammlung hielt. Vor allem zu den italienischen Arbeitern fand Anna von Weling Kontakt. Hatte sie doch selbst eine Zeitlang in Italien gelebt und gearbeitet. Noch viele Jahre stand sie mit italienischen Familien in Briefwechsel, die in Deutschland eine Bibel bekommen und den entscheidenden Anstoß zum Glauben erhalten hatten.   

Kommen wir an dieser Stelle wieder zurück zu den Allianzkonferenzen. In den ersten 15 Jahren waren die Konferenzen geprägt von der Gründerin und dem Missionar Bädecker, der gelegentlich auch als Vater des Allianzhauses bezeichnet worden ist. So oft er konnte, reiste er an, leitete mit Vorlieben die Gebetsstunden und berichtete von seinen weiten Missionsreisen durch Asien. So weitete er den Konferenzbesuchern den Horizont für die Gemeinde Jesu in aller Welt.  

Auch Anna von Weling verstand es, aus Missions- und Glaubenswerken Redner einzuladen, die den Konferenzen gehaltvolle und glaubensstärkende Beiträge brachten. Es sprach sich herum, dass der Besuch der Konferenz einen geistlichen Gewinn versprach. So bekamen die Konferenzen schnell Ausstrahlungskraft. Als die Gäste zur 4. Konferenz 1889 anreisten, fanden sie staunend ein neues Konferenzhaus vor. Das neue Haus bot für 60 Teilnehmer bequem Platz. Zahlreiche Verkündiger erfuhren durch diese vierte Konferenz tiefgehende Erneuerung, die sich dann in ihren Gemeinden in Erweckungen auswirkte. Und dies führte wiederum zu einem Anstieg der Besucherzahlen in Bad Blankenburg.  

1898, also 12 Jahre nach der 1. Konferenz wurde der Grundstein zu einer größeren Halle mit fast 800 Sitzplätzen gelegt. Die Einweihung und Übergabe dieses Neubaus an die Konferenzgemeinde war für Anna von Weling ein Höhepunkt ihres Lebens. Sie bestimmte in ihrem Testament, sie wolle einst hinter dieser Halle beerdigt werden. Das ist auch geschehen, und noch heute ist ihr Grab hinter dieser Halle zu besichtigen.  

Solange die Gründerin lebte, betrachtete sie alle Konferenzbesucher als ihre persönlichen Gäste. Von ihnen verlangte sie keinerlei finanzielle Unterstützung oder Tagungsbeitrag. Sie hielt diese grandiose Gastfreundschaft auch dann noch durch, als während ihrer letzten Lebensjahre fast 1.000 Menschen zur Konferenz kamen. Lediglich am Türpfosten stand eine Sammelbüchse, die immer reichlich mit Spenden gefüllt war, so dass sie nie über ein Defizit klagen musste.

Nur zwei Jahre nach der Einweihung der Konferenzhalle verstarb Anna von Weling am 21. Mai 1900. Die Konferenzarbeit aber wuchs weiter. 1906 ließ der damalige Leiter, Pastor Ernst Modersohn, nochmals eine neue Halle bauen. Die Halle, die sich auch 1995 wieder mit Besuchern füllen wird, bietet rund 2.000 Sitzplätze. Aus der Chronik des Allianzhauses ist ersichtlich, dass auch diese Halle oft nicht gereicht hat. Zwischen 3.000 und 4.000 Gäste haben jeweils im August an den Allianzkonferenzen teilgenommen, auch oder vielleicht gerade in der DDR-Zeit. Noch immer hören hier Menschen den Ruf zum Glauben, machen ihre Entscheidung fest, in Zukunft mit Christus zu leben, oder werden neu bestärkt, diesem Glauben treu zu bleiben. 

Werner Bayer schreibt in einer Chronik, die Bad Blankenburger Konferenz war zur Vertiefung des Glaubens gedacht. Weltanschauliche Auseinandersetzungen und strittige Lehrfragen kamen bewußt nicht auf das Programm. Aufgrund der Bruderliebe und der Einigkeit in den Grundfragen des Glaubens sollte praktische Allianz geübt werden. Anna von Weling wollte Gotteskinder zusammenführen, also Menschen, die Jesus liebhaben. Nach ihrer Auffassung konnte Allianz „nicht mit geistlich toten Menschen oder mit Schwärmen gepflegt werden“. Soweit das Zitat. In dieser Tradition steht die Arbeit im Evangelischen Allianzhaus auch heute noch.  

Pionierin der Evangelischen Allianz unter diesem Thema brachten wir ein Lebensportrait der Anna Thekla von Weling. Ihr Todestag am 21. Mai jährt sich in wenigen Tagen zum 95. Mal. Die Allianzkonferenz, die sie ins Leben gerufen hat, besteht weiter. In diesem Jahr wird die 100. Konferenz in Bad Blankenburg sein, und zwar vom 02. – 06. August unter dem Thema „Einhundertmal eins“. Dieses Thema soll an das Motto erinnern, das Anna von Weling über die Konferenzen gesetzt hat und das heute noch gilt: „Alle sind eins in Christus“.  

(Eine Sendung des ERF vom 18.05.1995)

© ERF 18.05.1995